2022-01-17

Memento Thy Art Is Murder - Human Target (2019)

Im scheinjournalistischen, durch weitestgehend unmoderierte Kommentarsektionen angeheizten Gezänk um entartende Trendströmungen auf der Erfolgswelle von etwa Symphonic oder Blackened Deathcore (schuldig im Sinne der Anklage) erfreut sich die Applizierung des Begriffs „Hassbatzen“ einer zunehmend inflationären Tendenz. Doch was genau macht ihn aus, den „Hassbatzen“? Ein Herleitungsversuch.

Bereits 1989 hat Ivan Reitman mit seiner im wissenschaftlichen Kern unstrittigen, allein im Spaß als humorgespicktes Ghostbusters-Sequel veröffentlichten Arbeit schlüssig dargelegt, dass sich der gesamte Hass eines in diesem Sinne besonders ergiebigen New Yorks als rosafarbener Schleim mit parapsychologisch bedenklichen Eigenschaften in den Abwasser-Labyrinthen unterhalb der Ostküsten-Metropole manifestiert. Grund genug also, zumindest die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass sich ein vergleichbares Phänomen auch unter einem Proberaum im fast 16.000 Kilometer entfernten Sydney abspielt, wo es fortwährend den kreativen Prozess einer zunächst womöglich als Killers-Coverband aus der Taufe gehobenen, losen Zusammenschlusses von Musizierenden vergiftet. Diese dürften sich infolge der andauernden, unterbewussten Fremdeinwirkung ultimativ den klangvollen Beinamen Thy Art Is Murder verpasst und auf die ausschließliche Produktion dessen verständigt haben, was hiermit so unnötig ausschweifend Erläuterung fand: Hassbatzen. Ohne Serifen, ohne Schmück, geradlinige, kompromisslose Hassbatzen! Mit Pressauflagen in frohgemutem „orange- und knochenfarbig gestrudelt“ - auch nur ein fragwürdiger Euphemismus für „Menschen-Konfitüre (stückig)“ ...