New Wave of Swedish Hot Topic Metal (kurz NWoSHTM, in einem frühen Entwurf auch Melodic „eagerly want to mosh, but everyone else ist just worried about their eyeliner“ Metal): Das sind Baggy Pants, Handgelenks-Schweißbänder und anbetungswürdige Emo-Bassistinnen. Also die Art Poser-Stoff, aus dem die Abiball-Beschallung ist, wenn Lehrpersonal, Erziehungsberechtigte und das frisch gekürte „süßeste Paar des Jahrgangs“ längst die Kurve gekratzt und jene die Verfügungsgewalt über den Bespaßungsrahmen an sich gerissen haben, die noch ein Mal mit entblößtem Oberkörper einen politisch inkorrekten Sirtaki aufs Sporthallenlinoleum zu pfeffern beabsichtigen, bevor am übernächsten Morgen der Regio in Richtung maximal bezuschusstem Grundwehrdienst vom Bahnhof Mitte fortmacht.
Voraussetzung dafür ist die im Abschlussjahr 2007 unter kajalverzierten Quasidebütanten konkurrenzlose Begabung, 11 - immerhin auf dem Bookletpapier - klar voneinander abgrenzbare Songs mit stattlicher Gesamtspieldauer in ein Album zu gießen, von denen selbst unter Zuhilfenahme des Publikumsjokers nach einem ansonsten beispiellosen Durchmarsch im Fragenhagel von „Wer wird Mädchen-Metal-Millionär?“ wohl nicht ein einziger beim Titel genannt, spätestens mit Einsetzen der Hookline jedoch fehlerfrei zu Ende tiriliert werden könnte. Ein Charakteristikum, das gewiss nicht exklusiv dem einprägsamen Anfangswirken von Sonic Syndicate innewohnt, im Verlauf von „Only Inhuman“ allerdings mit formvollendender Verse-Bridge-Chorus-Undvonvorn-Beharrlichkeit durchexerziert wird.