Wenn man SLIPKNOT auf WISH.com bestellt. Oder nicht?
... und so also, angeschoben durch von den Sehgewohnheiten der moshrelevanten Zielgruppe geschürte YouTube-Trends und mit dem Mut und dem Selbstbewusstsein, sich durch neue, oder eher alte, zumindest aber unüberhörbar vertraute Impulse im Wachstumsmarkt der überdurchschnittlichen Breakdown-Manufakturen hervorzutun, newmetaln SLAUGHTER TO PREVAIL inzwischen nicht mehr nur als das Reaction-Genre-Phänomen um den szeneweit berüchtigten „How to do extreme vocals like Alex Terrible“-Protagonisten, sondern als die SLIPKNOT einer ganz neuen Generation über das internationale Deathcore-Parkett, während die wahrhaftigen SLIPKNOT, die ihre ewig rückwärtsgewandte „Iowa“-Era-Anhängerschaft längst abgehängt haben, nur noch eine weitere Stadion-Tournee davon entfernt sind, die SCORPIONS einer neuen Generation zu werden. Und die SCORPIONS - ach, lassen wir das besser!
Die Zeiten von VIVAs „Get the Clip - Rock“-Spätabendrotation sind eben vorbei; Selbstvermarktung geht heute anders: Musik-, (Vocal-)Cover- und Playthrough-Videos sind ebenso mandatorisch wie ein extra extravagantes Auftreten. Da kann so ein bandeigener Masken-Shop mit Sicherheit nicht schaden. Und hat man dann auch brav seine mittelkalibrigen Social-Media-Eskapädchen vom Tisch bagatellisiert, darf der vertraute Content-Creator-Mob sich nach Abonnentenslust mit seinen gemeißelten Grinsen und viel, viel körperlicher Hingabe an den offensichtlichen Crossover-Zitaten abreagieren. Die so gewonnene Aufmerksamkeit ist wohlverdient. Für einen zeitlosen Klassiker braucht es aber die „Get the Clip - Rock“-Spätabendrotation.