Dass ich zuletzt auf meiner semiperformanten Selbstbau-Maschine aus der Schlussphase des Schülerbetriebspraktikums in dieser mickrigen Computer-Klitsche, wo - entgegen aller Wahrscheinlichkeit - noch heute auf das unterentwickelte Preis-Leistungs-Bewusstsein der dörflich strukturierten Stammkundschaft gesetzt und die Begeisterung über den Nachmittagskuchen aus der gegenüberliegenden Großbäckerei mit einem inbrünstigen „Gonorrhoes!“ oder „Genital!“ zum Ausdruck gebracht werden darf, bargecheatete Passantenhintern bei „Grand Theft Auto 2“ zu der aufwühlenden Resonanz von „Untouchables“ mit Flammenwerfer und Elektroschocker durchgeröstet habe, liegt inzwischen ganze (je nach Zählweise) 5 Hauptspiele, 7 Ableger, ein unsägliches Remaster-Debakel und sage und schreibe 9 Korn-Langspieler zurück. Aber wer zählt schon mit!
Schließlich ist ja das Schöne an so einem Signature-Sound, wie er den tiefsten Eingeweiden des schöpferischen Wirkens von Korn innewohnt, dass, sobald nur eine markige Bassspur die Marschrichtung diktiert, der liedtextgewordene Daseinsüberdruss eines Jonathan Davis mitsamt seiner weit versprengten Nu-Scat-Exzentriken einsetzt oder von irgendwoher kindlich-verklärtes Spieldosen-Klingeling herannahendes Ungestüm verspricht, selbst tausendfach bei Korn Gehörtes als schmissige Re-Arrangements mit tausendfach woanders Gehörtem zu einer eindrucksvollen, gleichermaßen vertrauten vierzehnten Geistestat im fast dreißig Jahre, drei Livealben, zwei sich von unangenehm gekünstelt bis unverschämt komisch erstreckende Serien-Cameos und eine öffentlichkeitswirksame Hinwendung zu Gott umfassenden Portefeuille der Band verschmelzen. Aber wer zählt schon mit!