Es ist nicht tot, was ewig mieft!
Bewandert in den dunklen Dünsten ... bei so altgedientem Death Metal, wie er dem Hause (besser Zwei-Bett-Zimmer) Stench Collector zugeschrieben wird, weil „Hat man alles schon mal irgendwo gehört, macht aber trotzdem anständig Laune!“ dem allseitigen Erachten nach nicht mit einer ausreichend griffigen Gattungsbezeichnung gleichzusetzen ist, hämmern mir gleich zwei Herzen von innen gegen den abnorm deformierten Brustkorb. Nicht etwa, weil man von der krauchenden Abartigkeit eines ersten handfesten Vitalzeichens dessen, was in Azathoths Namen auch immer ein „Miefsammler“ sein soll, allein aufgrund des rattenscharfen Siebdrucks der Ausführung auf kotzgrünem(!) Vinyl unbedingt begeistert sein möchte, diese dann aber doch nicht ohne Abzüge in der D(uft)-Note zu überzeugen weiß - ein nichtsdestoweniger eintausendprozentiges Bingo! Auch nicht, weil es mich im Grunde nicht vom Fleck weg aus den Strumpfwaren katapultieren muss, wenn ich mir ein rattenscharf bedrucktes Erstlingswerk auf kotzgrünem(!!) Vinyl fabrikneu und für niemanden sichtbar zwischen die 52 anderen fabrikneu und für niemanden sichtbar aneinandergereihten Minimal-Auflagen ins Schwermetall-Kabinett rubrizieren will. Sondern weil ich mich als namenloses Scheusal mit ausdrücklich widernatürlicher Anzahl innerer Organe nach Lovecraft'schem Vorbild identifiziere und als solches leidenschaftlich gern von eingesessenen Exzentrikern ebendessen irdischer Heimat besingen lasse!
Und so - alle cthulturellen Anspielungen beiseite - klingt das dann auch: wie das kettenrauchende Spottbild eines Gelehrten von zweifelhaftem wissenschaftlichen Ruf, das durch seine, weltmännisch „Effluviatorium Du Jour“ benannte, unterirdische Versuchsstätte voll penibelst kuratierter (auch nicht-menschlicher) Ausdünstungen führt. Mit viel zu viel Teer im Atemtrakt und viel zu wortreicher Begeisterung für alles Postmortale, während im Hintergrund eine reichlich abgewetzte Heft-CD aus dem „Metal Driller“-Magazin die 1001 beliebtesten Death-Metal-Riffs in Dauerschleife abspult. Hat man alles schon mal irgendwo gehört, macht aber trotzdem anständig Laune!