Wo Job for a Cowboy als gattungsmäßig gleichgeschaltet auf dem, gegenüber seiner Bezeichnung in jeder denkbar unrühmlichen Hinsicht ehrerbietigen, Hype-Sticker Erwähnung finden, da muss auch Job for a Cowboy drin sein, richtig? Wo Job for a Cowboy als im Kontext ihres austreibenden Popularitätsbooms namhafteste Tour-Kumpane die Rückseite der (Obacht, Fachterminus!) Kartonstecktasche für Rezensionsexemplare zieren, da muss auch Job for a Cowboy drin sein, richtig? Wo Job for a Cowboy die Geschicke bei der Verwirklichung visueller Kaufanreize in die begnadeten Hände desselben Erfüllungsgehilfen legen, da MUSS doch auch Job for a Cowboy drin sein, richtig? RICHTIG?
FALSCH! Denn wo See You Next Tuesday als den Leidtragenden einer fehlgeleiteten wie frenetischen Marketingstrategie die unterhöhlten Erwartungen der Viehhirten-Gefolgschaft in Gestalt überspitzend vernichtender Urteile wie „einfallslos und einseitig“ oder schnörkellos attestierter „Idiotie“ entgegen rikoschettieren, verbirgt sich mit „Parasite“ ein an der Oberfläche humorvoll derber, im Innersten emotional aufgeladener Grindhybrid, der - wenngleich straffer im Vortrag bei geradezu konkurrenzlosem „Stimm“-Umfang - in einem Atemzug mit dem gleichaltrigen „Danza II“ weitaus besser aufgehoben ist. Wo See You Next Tuesday diesen angehenden Schreiberling stümperhafter Anbiederungs-Rezensionen für generöse Hardgrindpostdeathmetalcore-Onlinemagazine bis zu drei Mal in der Woche vom Two-Stepping vor dem Ankleidespiegel weg ins örtliche Elektronikfachgeschäft getrieben hat, um sich beim immer wieder aufs Redlichste um glaubhafte Anteilnahme bemühten Ingo an der Tonträger-Theke (Ingo, du bist ein Guter!) zum Verbleib ihres aktuellen Albums kundig zu machen, verschmelzen rohe Aggression und hohes Tempo mit vereinzelten, melancholisch-sphärischen Ausbrüchen zu einem häufig viel zu leichtfertig abgewerteten Kleinod seines Schlags. Wo See You Next Tuesday draufsteht, da ist zuerst und vor allem anderen See You Next Tuesday drin!