„Heizlüfter heizt nicht“, „Brotbackautomat backt nur noch Kuchen“, wenn Sie im Internet gezielt auf die Suche nach Leidensgenossen gehen, werden Sie diese auch finden. Dennoch: Unterstehen Sie sich, in solchen Fällen Konstruktions- oder Serienfehler in gewöhnliche Funktionsausfälle hineinzufachsimpeln, wie auch ich während des gesamten Verlaufs unseres beinahe viertelstündigen Gesprächs mit größtem Unbehagen darauf verzichte, Sie eines Sprachfehlers zu verdächtigen, weil Sie die Worte „mir“ und „mich“ falsch anwenden. Vermutlich sehen Sie sich gern in der Position eines hochrangigen Verschwörungstheoretikers, doch die einzige Tatsache, die Sie dabei ans Tageslicht befördern, ist die, dass der detektivische Algorithmus Ihrer bevorzugten Suchmaschine, seinem vorgegebenen Naturell entsprechend, findet, wonach Sie suchen.
„Geht nicht“ ist keine adäquate Fehlerbeschreibung, vollkommen unabhängig davon, mit welchem Maß an Überzeugung und in welcher Lautstärke sie zugetragen wird. „Ich bin schließlich kein Techniker“ oder „Sie sind doch der Experte“ leisten ebenso wenig Abhilfe. Erläutern Sie das Fehlerbild, wie Sie Ihrem Hausarzt die Veränderungen in Ihrem Intimbereich beschreiben würden, wenn der wenig besorgniserregende Zustand Ihres Innenohrs keine Rückschlüsse auf den schmerzenden Strauchsteppenausschlag zulässt, der Sie zu ihm geführt hat.
Stellen Sie keine Fragen, deren triumphierend rhetorische Art der Formulierung bereits impliziert, dass Sie bis über die Gebote menschlicher Vernunft hinaus an der Unumstößlichkeit Ihrer eigenen Überzeugungen festhalten werden, denn ich werde weder Nerven noch Sauerstoff darauf verwenden, Sie aus Ihrer Schäfchenwolkenmärchenwelt zu reißen, wo sich Fuchs und Hase gegenseitig einen Bären aufbinden und Backöfen mit hakennasigen alten Frauen befeuert werden.