Nennen Sie mich nicht „Chef“, „Meister“ oder „Kumpel“! Ich bin nicht Ihr Chef, Ihr Meister oder Ihr Kumpel. Wenn ich wollte, dass jeder dahergelaufene Vorsintflutliche, sich leidlich salonfähiger Grußformeln bedienend, meine Würde und Autorität angreift, hätte ich mich für den Wehrdienst weiterverpflichtet. Wer ich bin, geht aus dem Inhalt meines Namensschildes hervor. Wahlanalphabeten, die sich bewusst gegen eine aktive Wahrnehmung von Hin- und Anweisungen entschieden haben, sollten sich nicht bemühen und sich auf ihr „Hallo!“, „Guten Tag!“ oder das verächtliche Schnauben beim Betreten meines Sichtfeldes beschränken.
Leiten Sie Ihre Beschwerde niemals mit den Worten „Ich weiß, Sie können auch nichts dafür aber[…]“ ein. Theatralische Demonstrationen falscher Einsicht machen Ihre daraufhin folgenden Unverschämtheiten auch nicht erträglicher.
Vermeiden Sie routiniert emotionslos vorgetragene Phrasen wie „Läge ein [beliebigen Garantieausschlussgrund einfügen] vor, würde ich es zugeben“; niemand, der sich angesichts eines unscheinbaren Geräteäußeren noch traut, das betroffene Produkt der Garantieprüfung zuzuführen, würde das.
„Defekt?“, „Nach so kurzer Zeit?“, „Wie kann das sein?“, ich weiß es nicht! Wie könnte irgendjemand das wissen? Bestünde auch nur eine einzige Möglichkeit zur Einflussnahme auf den Zeitpunkt, an welchem Gerätefunktionen ihren Dienst versagen, in welcher Form, glauben Sie, würde sich diese Option auf das Arbeitsaufkommen für mich auswirken?