Die berufsbedingte Konditionierung meiner Gedankengänge auf eine möglichst zeitnahe Bewertung beliebiger Waren und Warengruppen unter Einbeziehung ihres Verhältnisses von Preis und Leistung, der Qualität etwaiger mit einem Kauf verbundener Garantieversprechen und ihres Potentials, das epidemische Geltungsbedürfnis eines Kundenstamms zu befrieden, ist mittlerweile zu einem automatisierten Prozess verkommen, der es mir zunehmend schwerer macht, Zufallsbegegnungen fern des Arbeitsplatzes nicht ausschließlich hinsichtlich der selbstwertfördernden Konsumgüter zu bewerten, die sie der anteilnahmslosen Öffentlichkeit so penetrant unter die Nase reiben, als könnten sie auf diese Weise aus dem Stand eines Bus- und Bahnstatisten zum Mittelpunkt des allgemeinen Interesses aufsteigen.
Da sind die Ich-habe-den-größten-(Kopfhörer)-Audiophilisten auf verzweifelter Suche nach dem 320-kbit/s-Abriss ihres Lieblingsinterpreten, welcher irgendwo zwischen peinlichen Vollrausch-Stimmungsmachern und leidlich digitalisierten Langspieler-Bruchstücken lagert, mit Hilfe derer die Zugehörigkeit zu einer aktuellen, trendsicheren Subkultur bekräftigt werden soll, auf der riegelförmigen Datenmülldeponie, die in Hand-, Hemd-, oder Hosentasche spazieren geführt wird.
Dort sieht man übermotiviert umherstreunende Luxustouristen, die keinerlei Kosten gescheut haben müssen, um in eines jeden Vertreters der Arbeiterklasse Wunschreise starten zu können, für die Dokumentation jedoch auf das kümmerliche Objektiv ihres Mobiltelefons zurückgreifen und somit Erinnerungsstücke schaffen, die jeder semiprofessionelle Schnellkarikaturist besser und nur zu einem Bruchteil der finanziellen Aufwendung für den Neuerwerb eines der besagten Knipskümmerlinge hätte kritzeln können.
Der Dicke-Hose-Faktor hat Praktikabilität und Preisbewusstsein längst abgelöst.