Der erste Kunde des heutigen Tages zerrt an meinem Geduldsfaden wie an dem Türgriff, noch ehe der Hauptschlüssel die zwei notwendigen Umdrehungen im schwergängigen Schloss der Ladentür absolviert hat.
Er ist alt. Sein eremitäres Äußeres stimmt mich wieder freundlich und ich widme mich dem verstaubten Projektor, der, vermutlich defekt, seinen ähnlich angegrauten Eigentümer zu mir geführt hat.
Das Gerät ist gelb von Nikotin, das Magazin ragt heraus und ein einzelnes Positiv zieht meinen Blick auf die ausladenden Konturen einer adipösen Matrone, deren augenscheinliche Vorliebe für unvorteilhaft knapp geschnittene Reizwäsche einen widernatürlichen Anteil krausen Flaums preisgibt.
„Meine Frau!“, süffisiert er und präsentiert dabei eine beachtliche Ansammlung fauliger Vermächtnisse dessen, was ohne medizinisches Hintergrundwissen unmöglich als Gebiss identifiziert werden kann.
Eremitär; das war wohl ein Irrtum.